Routenplanung

Nachdem die Idee immer konkreter wurde und die ersten offiziellen Taten folgten (Kalkulationen und Rechenspiele, Kündigung bei Carmen, Abklären der Auszeit bei mir, usw.) haben wir uns so langsam mit der möglichen Reiseroute auseinander gesetzt.

Das Ziel sollte hauptsächlich ein Kletter-Trip sein. Daher war von Anfang an klar, dass wir nicht all zu viel Zeit in Städten verbringen werden – bis auf einige Ausnahmen wie San Francisco, Chicago, Vegas – sondern sich das Meiste in den National Parks und abseits der populären Routen befindet. Ausserdem wollten wir gerne Freunde in Boston und Indiana besuchen und das alles irgendwie mit in die Route einbauen.

Nächste limitierende Komponente ist das Wetter: Speziell in den Rockies kann einen zwischen März und Mai eigentlich alles erwarten .. von 20°C und kurze Hose bis Minusgrade und Schnee ohne Ende – oder auch alles zusammen siehe dieses Bild vom Juni 2011 🙂

Nach Wetter, Freunden und Klettergebieten haben wir noch abgeklopft, welche Art von Kletterei es in den jeweiligen Spots gibt. In den USA gibt es sehr viele “Trad“-Gebiete (für Traditional). Hier gibt es keine / kaum Bohr- oder Klebehaken in den Wänden, wie wir das hauptsächlich aus Europa aus den Sportklettergebieten gewohnt sind. Das heißt man klettert “clean” und hinterlässt keine Spuren am Fels, was eigentlich ganz cool ist. Für das Klettern bedeutet das allerdings, dass man mit mobilen Sicherungsgeräten wie Klemmkeilen (Stoppers) oder Klemmgeräten (Friends/Cams) natürliche Felsstrukturen nutzt um sich temporär abzusichern und nach erfolgreichem Durchsteigen der Route wieder mitnimmt (daher clean). Da wir in dieser Art von Kletterei keine bis wenig Erfahrung haben, sollten solche Gebiete eher am Schluss unserer Reise dran sein, wenn wir schon die Gelegenheit hatten mit einem Guide oder Trad-erfahrenen Klettern solche Routen zu steigen. Daher ist der Yosemite auch eines der späteren Ziele, da hier hauptsächlich Trad-Routen zu finden sind.

Nachdem wir dann mehrere mögliche Stops auf der Karte markiert hatten, habe ich die Route dann mal in diversen Online-Foren wie Mountainproject oder Reddit gepostet und die Leute nach Ihrer Meinung gefragt. Danach stand dann relativ schnell fest, dass wir den typischen Fehler machen und uns zu viel vorgenommen hatten.

Summa summarum haben wir jetzt eine schöne Liste an Punkten und Kletterorten die für uns in Frage kommen und bei denen wir dann je nach Lust, Laune und Wetter entscheiden welche wir bleiben lassen und welche wir anfahren – so dass für uns ein cooler Trip daraus wird.

Leider hieß das auch, dass wir die Freunde in Boston nicht sehen werden, da die komplette Fahrt an die Nordostküste einfach zu lange dauert und zu viel Zeit in Anspruch nimmt. Es ist zwar sehr schade, dass es nicht klappen wird, allerdings muss man sich heir auch hin und wieder die Dimensionen vergegenwärtigen. Der Besuch in Boston wäre kilometermäßig ein “kurzer Ausflug” von Deutschland nach Finnland …

Der grobe Plan ist jetzt in LA zu landen und direkt den Weg nach Bishop, CA zu suchen. Dort einige Tage beim Bouldern und Sportklettern Kraft tanken und dann weiter in Richtung Utah, Nevada, Moab usw. sodass wir gegen Ende März in den Rockies sind und von da aus dann in Richtung Kentucky weiterfahren, von da aus hoch nach Chicago und wir dann wieder langsam den Rückweg nach Kaliforniern starten, sodass wir dort noch ca. einen Monat in der Ecke haben.

Mal schauen was draus wird … unserer Route könnt ihr auf jeden Fall hier folgen.

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