Bye bye Bishop, hello Death Valley

Nach 3 Tagen Bouldern in Bishop – zwei davon bei den Happy Boulders und einer in den Buttermilks haben wir unseren Einstieg ins Climber-Camper-Leben gut hinter uns gebracht und fühlen uns pudel- bzw. eulenwohl dabei. Auch an die kalten Nächte und das frühe Schlafen- und Aufstehen kann man sich ganz gut gewöhnen und je kälter es morgens ist umso besser schmeckt der heiße, selbstgebrühte Milchkaffe.

Nachdem wir uns am ersten Tag noch etwas an den Fels und die Routen gewöhnen mussten, starteten wir Tag 2 bei den Happy Boulders mit ein Top am Celestial Trail und konnten einige weitere Routen knacken – die schwerste davon eine kurze und knackige „V3“. Insgesamt hat uns das Bouldergebiet richtig gut gefallen: viele Boulder mit unterschiedlichen Routen und Schwierigkeitsgraden, eine tolle Umgebung mit einmaligem Panorama, super Wetter und nette, entspannte Menschen.

Am dritten Tag sind wir in ein weiteres Bouldergebiet in Bishop gefahren. Die „Buttermilks“ sind für eher anspruchsvollere Boulder bekannt. Wir waren neugierig und haben uns auch von einer „closed road“ nicht abschrecken lassen – allerdings erst nachdem ein weiterer Campervan und seine Insassen die Straße für easy befahrbar bezeichnet hatten. Das Schmelzwasser der umliegenden Berge hatte die Zufahrts-Dirty-Road ziemlich ausgewaschen, sodass man mit normalen Autos fast nicht mehr durchkam. Mit der Eule ging es selbstverständlich – mit etwas feuchten Händen am Lenkrad – trotzdem.

Im Vergleich zu den Happy Boulders sind die Buttermilks eher granitmässig vom Stein und weniger Lava – allerdings auch sehr scharf und übel für die Finger. Trotz der schweren Bedingungen hatten wir unseren Spaß und haben uns gemeinsam mit den anderen Boulderen an die eine oder andere Route gewagt. Und waren nach 2-3 Stunden zufrieden mit unserer Leistung. Zur Belohnung ging es nochmal zu den Hot Springs und dann hieß es „Bye bye Bishop“. Nächstes Ziel: Death Valley.

Für ca. 260 Meilen dorthin sind wir erstmal ein Stück zurück bis Lone Pine gefahren und haben uns vom freundlichen Ranger ein paar Tipps für den Death Valley National Park geben lassen. Dann ging es ostwärts. Die Landschaft verändert sich hier teilweise so schnell und schon das Fahren allein ist ein Abenteuer. Teilweise legt man innerhalb weniger Meilen Höhenunterschiede zwischen 2,000 und 5,000 Fuß hinter sich und hinter einer Kurve oder einem Hügel kann es schon wieder ganz anders aussehen. Pünktlich zum Sonnenuntergang sind wir dann auf dem Stovepipe Walls Campground angekommen und hatten noch Zeit uns ein köstliches Abendessen zu kochen. Anders als in Bishop hatte es hier angenehme 16° Grad und wir kamen ohne Schlafsäcke gemütlich durch die Nacht.

Phil, der Campground-Host, hatte uns für den nächsten Tag wegen heftiger Winde vorgewarnt. Die kamen am nächsten Morgen auch prompt, weswegen wir relativ zügig aufgebrochen sind und uns nach einigen Stops bei Aussichtspunkten und einem kurzen Rundweg vom Death Valley verabschiedet haben. Weiter geht’s Richtung Las Vegas und dem Red Rock Canyon …

 

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2 Gedanken zu „Bye bye Bishop, hello Death Valley

  1. JJ+X sagt:

    Herrliche Bilder ihr Lieben! Tolle Kontraste und am besten sind natürlich die Action-Bilder. Nach sehr kurzer Diskussion sind wir zur Erkenntnis gelangt, dass Carmen professioneller wirkt, aber Aron, Du hast auch Deine Stärken und siehst hervorragend in der Küche aus. Zudem kannst Du ja noch 11 Wochen an Deinen Skills am Hang arbeiten 🙂
    Fühlt Euch gedrückt und geniesst dieses wundervolle Reiseglück.

    In eigener Sache: Soeben zum ersten Mal den Blog auf dem Rechner gesehen (“Büroarbeit” und so) – nice 🙂
    Und endlich auch den Blog abonniert – in der mobilen Version ist das ganz, ganz, ganz unten am Ende der Seite. Endlich muss ich nicht mehr alle zwei Stunden schauen, ob was neues online gegangen ist. Es kommt nämlich viel zu selten etwas.

    Gehabt Euch wohl ihr Lieben. Auf bald.

    • Carmen sagt:

      Vielen Dank, ihr Lieben – JJ+X finde ich klasse! 🙂

      Ohne meine hohe Professionalität zu unterschlagen, muss ich doch eingestehen, dass Aron definitiv der bessere Fotograf ist 😉

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