Golden Times

Nach einem fantastischen Climb in Moab übernachteten wir zum letzten Mal in Utah im traumhaft schön gelegenen Onion Creek Campground mit Blick auf die Fisher Towers bei Sonnenuntergang.

Die Fisher Towers standen auf unserer Kletterliste vor der Reise. Insbesondere die Route Stolen Chimney, schaut euch die Bilder an (Mountainproject Link). Da die Kletterei für unsere Verhältnisse eher anspruchsvoll ist und wir nicht 100% sicher waren ob die Schwierigkeit, Klettertechnik und Exponiertheit was für uns ist, haben wir uns dagegen entschieden, die Route zu klettern. Stattdessen sind wir weiter gen Nordwesten gefahren und es hieß „Goodbye sandstone!“ – nach drei Wochen in Nevada, Arizona und Utah hatten wir uns an den roten Steinen und der Wüstenlandschaft statt gesehen und freuten uns auf die Rocky Mountains.

Die Fahrt durch die Berge war für die Eule eine kleine Tortur. Es ging hoch auf 3.500 m an Aspen und Vail – den zwei größten und bekanntesten Skiorten der USA – vorbei. In Vail stoppten wir kurz mit der Idee einen Skitag einzulegen. Nachdem wir ausfindig gemacht hatten was ein Tages-Skipass in Vail kostet (185 $!) haben wir den Plan allerdings schnell verworfen. Definitiv zu teuer für uns. Zudem sahen die Skipisten am Ende der Saison auch nicht mehr ganz so frisch aus. Und so landeten wir am Ende des Tages in Golden, einem Vorort von Denver. Da wir vorher Tipps bekommen hatten, dass Golden einiges an Kletterfelsen zu bieten hat, sind wir nach unserer Ankunft erstmal ins Kletterzentrum der Stadt gefahren. Durch ein super nettes und informatives Gespräch mit einem der Mitarbeiter dort, hatten wir nicht nur noch mehr Infos über die Klettermöglichkeiten in und um Golden, sondern auch gleich einen Schlafplatz: der Parkplatz des Kletterzentrums steht reisenden Kletterern zur Verfügung, was uns und unser Budget natürlich richtig gefreut hat ?

In den nächsten drei Tagen sind wir tagsüber immer Klettern gewesen. Einmal in den North Tablelands und im Clear Creek Canyon. Hier haben wir einen richtig guten Kletterfelsen gefunden, an dem wir uns zwei Tage lang ausgetobt haben. Carmen hat hier ein ordentliches Klettervolumen abgespult und Aron ist seine erste Trad-Route geklettert. Also ohne vorinstallierte Bohrhaken, sondern nur mit mobilen Sicherungen, wie Cams und Keile (Gruß an Bine und Bernd, an dieser Stelle). Abends gab es entweder Nachos beim Mexikaner direkt neben unserem Parkschlafplatz, Bier in einer Micro-Brewery gemeinsam mit Freunden aus Deutschland oder eine Runde Public Swimming Pool im öffentlichen Hallenbad und Erholungszentrum der Stadt. So gab es direkt mal wieder eine Dusche. Die Tage davor war das einzige fließende Wasser nämlich ein eisiger Bach in den Bergen und einmal eine Dusche in der Bergbau-Uni in Golden, wo wir uns in die Turnhalle mogeln konnten. Wir vagabundieren also quer durch die Stadt: Gekocht haben wir während der letzten Tage im Lions Park und so fühlen wir uns so langsam wie sehr mobile Bürger von Golden, die irgendwie in der ganzen Stadt zuhause sind.

Seit gestern Abend ist das Wetter allerdings umgeschlagen. In der Nacht hatten wir Wind und Regen und heute Morgen haben uns schneebedeckten Berge und eisige Temperaturen begrüßt. Daher sind wir heute in Denver unterwegs. Zuerst wurde die Eule nochmals gecheckt, ein Ölwechsel stand an und wir haben ein Reinigungsmittel für unseren Grauwassertank bekommen (der müffelt seit ein paar Tagen zunehmend). Da unser Autovermieter Escape seit kurzem eine Niederlassung in Denver hat ging das alles ohne Probleme und wir konnten direkt noch unsere Tickets für das NBA-Spiel am Sonntag ausdrucken, das wir anschauen werden.

Gerade sitzen wir im schönen alten Bahnhof von Denver, der Union Station und trinken einen frischen Kaffee. Bis Sonntag werden wir noch in Denver bleiben, danach geht es weiter nach Colorado Springs – wahrscheinlich. Mal schauen was das Wetter so macht und wo uns die Sonne hinziehen wird.

Bis bald!

Ein Gedanke zu „Golden Times

  1. JJ+x sagt:

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