Los Angeles und die Eule

Juhuu, wir sind gut in den Staaten gelandet und der nette Officer hat uns sogar ins Land gelassen – nach den 15 Minuten intensiver Befragung nach unserer Landung in Newark, die ich (Carmen) mit flauem Gefühl über mich habe ergehen lassen, hat sich das richtig erleichternd angefühlt. Danach war es auch nicht mehr schlimm, dass unser “kurzer” Flug weiter nach Los Angeles dann doch etwas länger war (5 Stündchen) und wir nach deutscher Zeit Dienstagmorgen müde aber glücklich in unserem Hotel ankamen.

Im “Great Value Inn” (der Name war zwar nicht ganz zutreffend) hatten wir dann am ersten Morgen ein schmackhaftes Frühstück (auch nicht ganz zutreffend) und einen sehr kurzen Weg zu den Escape Campervans (absolut zutreffend – deswegen möge Aron die Hotelauswahl auch nochmal verziehen sein. Immerhin haben wir 10 Euro gespart, da muss man (frau/Carmen) bei den Punkten Sauberkeit und Hygiene halt mal ein Auge zudrücken).

Das Hotel und die erste Nacht waren auch ganz schnell vergessen als wir uns unser mobiles Zuhause für die nächsten 3 Monate aussuchen konnten. Die Campervans von Escape sind alle hübsch bemalt. Wir haben uns gegen Motive aus dem Wilden Westen und kubische Formen sondern für “Die Eule” entschieden und waren sofort deeply in love mit ihr (siehe Bilder). Zudem scheint die Eule Kilometer-technisch noch recht jung zu sein und hat auch so einen top Eindruck gemacht. Nach ein paar Formalitäten ging es dann endlich richtig los und wir sind mit der Eule und voller Stolz losgedüst.

Die ersten Stopps waren: Tankstelle, Venice Beach und Griffith Park. Letztere beiden haben mir ein erstes Gefühl für L.A. gegeben. Strand, Meer, Skater, strange Typen (o.a. Bodybuilder), viel buntes Leben. Und nachdem wir für ein paar Kilometer durch die Stadt von Venice zum Griffith Park eine gefühlte Ewigkeit gebraucht haben auch: riesige Stadt mit viel und zähem Verkehr.

Daher war es auch nicht schlimm sondern sehr vergnüglich als wir die Stadt am Nachmittag hinter uns gelassen haben und uns Richtung Norden zu unserem ersten Ziel – dem Bouldernest Bishop – aufgemacht haben. Unser erster Stop auf der ca. 260 Meilen langen Strecke nach Bishop war der Supermarkt in Lancaster. Dort haben wir uns mit ein paar praktischen Boxen (Ordnung muss sein) und einer Grundausstattung an Essen und Trinken ausgestattet bevor es weiter ging zum ersten Übernachtungsstop, dem Red Rocks Canyon Camping Ground.

Ganz begeistert von der bizarren Landschaft mit der wir am ersten Tag noch gar nicht gerechnet haben und etwas überrascht von der schnell einbrechenden Nacht und Kälte gab es am ersten Abend einen einfachen aber guten Chilli Sin Carne Eintopf (1A Camping-Gericht) zum Abendessen und gegen acht Uhr abends ging es dann schon ins Eulen-Bett (tausendmal besser, gemütlicher und schöner als Hotel). Geweckt wurden wir dann morgens von den ersten Sonnenstrahlen über den Red Rocks und nach kurzer Stärkung (Porridge Spezial à la Carmen und Kaffee fantastico in unserer Bialetti) ging die Fahrt gen Bishop weiter.

So macht das Reisen Spaß …

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