Western Wildlife

We are on the road again! Nachdem wir uns in Golden schon fast häuslich in der ganzen Stadt eingerichtet hatten und den letzten Vormittag in Colorado mit einem kurzen Kletterstopp in Boulder verbrachten, hieß es am Montag „Off we go!“ und das schöne Roadtrip-Feeling stellte sich auch prompt ein. Zunächst ging es erstmal ein gutes Stück Richtung Nordwesten nach Cheyenne / Wyoming.

Durch die Kombi aus Regenwetter und einer eher kragen Landschaft (der Reiseführer nennt es „romantische Weite“) machte Wyoming auf uns einen eher schwermütigen Eindruck. Immerhin wurde unser Zwischenstopp auf der Durchreise durch ein schönes Feuer mit leckerem Grillgut (Tofu für Carmen, Steak – endlich mal wieder – für Aron) gekrönt – sehr lecker.

Am nächsten Tag ging es erstmal in den Wind Cave National Park, wo wir eigentlich nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen und die Höhle besichtigen wollten. Wie es der Zufall wollte schickte unser Navi (HERE Map, sehr zu empfehlen übrigens, funktioniert offline super) uns aber erstmal am Visitor Center vorbei und wir hatten das Glück durch den gesamten National Park zu fahren – ohne das so richtig mitzubekommen. Unverhofft kommt oft: wir waren plötzlich mitten im Wildlife und konnten Bisons, „Prairie dogs“ (eine Art Erdhörnchen), Pronghorn Antelopes und Rehe aus nächster Nähe beobachten.

Der Wind Cave National Park gehört zu den ältesten Naturschutzgebieten der USA und ist nicht nur für die Wind Cave sondern auch für das dichte Aufkommen an Wildtieren auf engstem Raum bekannt. Für uns wurde dadurch der Nachtmittag zu einem spontanen bisherigen Highlight der Reise und die Tatsache, dass alle Höhlentouren für den Tag bereits ausgebucht waren, war nicht weiter schlimm. Im Gegenteil: wir machten uns einen gemütlichen Abend auf dem menschenleeren Campingplatz und waren am nächsten Morgen mit den ersten Sonnenstrahlen wach.

Am zweiten Tag im National Park wanderten wir morgens einen kurzen Trail durch den Park. Die zwei Bisons, die beim Parken nicht unweit der Eule grasten gaben uns einen leicht erhöhten Puls: „Was machen wir, wenn hinter der nächsten Kurve ein Bison auf dem Weg steht?“. Da wirklich überall Bison-Haufen (Häufchen wäre sehr stark untertrieben) rumlag, war die Frage durchaus legitim. Unsere Lösung war eine etwas lautere Unterhaltung – und so kamen wir den Bisons nicht in die Quere und sie uns nicht. Die Besichtigung der Wind Cave im Anschluss war toll. Die Höhle wurde „entdeckt“ aufgrund des starken Windzugs der aus dem Boden aufstieg bzw. die Luft in die Erde einzog. (Entdeckt von Cowboys, die Lakota-Indiander wussten schon lange von der Existenz der Höhle.) Heute ist es die 3. Größte Höhle der USA mit einem extrem verschachtelten, Labyrinth-ähnlichen Höhlensystem, welches immer noch nicht vollständig erforscht wurde. Spannend. Auch aufgrund der unterhaltsamen und informativen Führung von „Betsy – die Rangerin“.

Am Nachmittag fuhren weiter zum Mount Rushmore National Park – bekannt aufgrund der vier Präsidentenköpfe, die dort in den Fels gemeißelt sind und wohl DIE größte Touristenattraktion der Amis… Für uns ein Zwischenstopp wert wobei wir diesen eher kurz hielten und gleich weiter Richtung National Park Nummer 3 an diesem Tag fuhren: den Badlands in South Dakota. Diese Felsformen in der Abendsonne zu besichtigen war grandios. Und so endete ein Tag voller Wildlife (mit einer Brise Massentourismus) auf dem Campground der Badlands mit einer sehr netten Bekanntschaft mit unseren Campsite-Nachbarn aus Colorado. Liebe Grüße an dieser Stelle an Tanja, Steve, Hayden und Annika – it was a pleasure to meet you! ?

Nach kurzem Trail gehts weiter gen Norden – mal schauen wann es uns in der Eule nachts zu kalt wird. Bei ca. 3-5° C nachts schläft es sich bisher prima.

 

Ein Gedanke zu „Western Wildlife

  1. Bundestrainer sagt:

    … Ihr habt es hervorragend bewiesen. Es geht auch noch auf der Ebene. Herzlichen Dank.
    Gute Idee… !
    Dann feiert heute noch schön!!! Die komplette Mannschaft und das Betreuerteam wünschen Dir Carmen – heute – alles Gute! Let crack the corks and stay cool, it´s your day.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.