Regenwald auf der Olympic Peninsula

Nach einem gemütlichen Frühstück am Sonntagmorgen ging es nach drei schönen Tagen in Seattle weiter in der Eule. Nachdem wir noch eine weitere spontane Idee verworfen hatten (die nach Vancouver zu fahren, da wir beide keinen Bock mehr auf Stadt hatten, sondern lieber wieder ein bisschen in die Wildnis wollten) verabschiedeten wir uns von Joe und seinen beiden Katzen und fuhren in Richtung Hafen.

Mit der Fähre (ein Highlight für die Eule!) ging es nach Bremerton auf die Olympic Peninsula und über wunderschönes Straßen durch Wälder und total schöne Landschaften. Wir fuhren bis in die nordwestliche Ecke der Insel, wo wir am Lyre River wieder einen kostenlosen Campingplatz gefunden haben, der wirklich mal wieder in einer Liga für sich war: komplett im Regenwald, direkt an einem reißenden Fluss mit klarstem Gletscherwasser aus dem nahe gelegenen Nationalpark. Wirklich der Hammer! So idyllisch der Platz war, so unruhig war die Nacht, da wir irgendwo auf dem Weg oder im Regenwald einen Mitbewohner aufgeschnappt haben, der uns die ganze Nacht mit merkwürdigen Geräuschen auf Trab gehalten hat. Wir waren wirklich die halbe Nacht wach und haben mit den Stirnlampen alles abgesucht, woher die Geräusche kommen konnten, haben aber nichts gefunden. Nach einer Weile konnten wir es von Ratte / Schlange oder ähnliches immerhin mal auf Wurm oder Falter eingrenzen, so dass es uns am Ende einfach voll egal war und wir irgendwann eingeschlafen sind.

Nach dann kurzem und tiefem Schlaf sind wir gestern früh aufgestanden um früh im Nationalpark zu sein. Das Wetter war nämlich traumhaft und entgegen der Vorhersage überhaupt nicht regnerisch. Da wir eigentlich auf die Hurricane Ridge wollten – ein Gebirgszug, der von Meereshöhe innerhalb weniger Kilometer auf knapp 2.000m Höhe hochgeht – also perfekt für unser Vorhaben. Es kam uns daher also schon komisch vor, dass auf der Straße in den Park so wenig los war. Es stellte sich dann leider raus, dass diese Seite des Parks erst Ende April öffnet, weil oben noch mehrere Meter Schnee und Eis liegen und das Wetter zu dieser Jahreszeit zu unberechenbar ist .. naja, schade. Als Entschädigung haben wir dann noch einen Trail zu den Marymere Falls am Lake Crescent gemacht und die Sol Duc River Falls angeschaut, wo wir dann über die Nordwestliche Seite in den Nationalpark sind.

Auf dem Weg zu unserem Ziel für den Tag und unserem Schlafplatz sind wir durch die kleine Ortschaft Forks gefahren. Twilight Fans sollten hier die Ohren spitzen, denn das ist der Ort in dem sich die Autorin die ganze Story ausgedacht hat. Forks ist auch die Stadt mit dem meisten Niederschlag in den ganzen USA und so war es auch an diesem Tag, weswegen wir in der Nähe relativ wenig machen konnten. Nach einem netten Plausch mit den zwei Damen im Visitors Center von Forks haben wir noch eine kleine Runde durch den Ort gedreht und sind dann weiter in den Hoh Rainforrest, der wieder im Nationalpark liegt und auch einen schönen Campingplatz hat.

Nachdem es die ganze Nacht geregnet hatte und etwaige Geräusche von unserem blinden Passagier übertönt wurden, haben wir super geschlafen. Die Flasche Wein hat allerdings vielleicht auch geholfen. Am nächsten Morgen hatte es dann allerdings wieder strahlend blauen Himmel und es gab leckere Pfannkuchen mit Apfelmus vom Meister Pancakesmaker Aron (Carmen hat gejubelt). Ein wahres Powerfrühstück, bevor es dann noch auf ein paar Regenwald-Trails ging (einfach wunderschön, siehe Bilder) und dann später wirklich in Richtung Süden. Wir sind nun bei Portland und übernachten hier irgendwo in der Ecke, bevor es dann morgen nach Smith Rock für ein bisschen Klettern geht und es wieder wärmer und trockener sein sollte.

Bis dahin liebe Grüße von uns!

 

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